Paso Fino

Das äußere Erscheinungsbild eines Paso Fino erinnert oftmals an seine iberischen Urahnen: Das Pferd hat einen mittelgroßen Kopf mit geradem Profil, einen hoch aufgerichteten, geschwungenen Hals, und die Schulter ist gut geschrägt. Der Rücken ist kräftig und tragfähig, die Kruppe ist sehr muskulös und rund. Die Beine sind feingliedrig, dabei stark und stabil, die Hufe sind klein und hart.

Merkmale des Paso Fino sind Temperament, Sensibilität, Nervenstärke, Arbeitsfreude, Eifer und Gehorsam; wichtiges Zuchtmerkmal ist „Brio“: Leistungsbereitschaft, Energie, Arbeitseifer und Willigkeit.

 

Die ursprüngliche Zuchtgeschichte des Paso Fino lässt sich nach Südamerika (vorwiegend Kolumbien) sowie in die Karibik (Puerto Rico) zurückverfolgen. Pferde dieser Rasse werden heutzutage in den USA, der Dominikanischen Republik, in Puerto Rico und in Kolumbien gezogen. Seit den 1970er Jahren gibt es Paso Finos auch in Europa, die meisten davon in Deutschland. Aber auch in der Schweiz, in England sowie in Österreich und weiteren europäischen Ländern gibt es inzwischen Nachzuchten.

Der Paso Fino wird heute neben seinen traditionellen Zuchtgebieten in Kolumbien und Puerto Rico insbesondere auch in den USA gezüchtet, wo diese Rasse erst seit 1971 bekannt ist und sich, wie schon erwähnt, einer explosionsartigen Beliebtheitszunahme erfreut.

Das spezielle am Paso Fino ist der Tölt als natürliche Hauptgangart. Enorm wendig, lebendig und trittsicher, dabei aber absolut erschütterungsfrei für den Reiter, bewegt sich der Paso Fino in einem leichtfüßigen Viertakt in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, je nach Versammlung und Veranlagung des Pferdes, vorwärts: Schritt, Paso Fino, Paso Corto, Paso Largo sowie auch Galopp.

Ein zweites spezielles Merkmal dieses Gebrauchspferdes ist sein Charakter: menschenfreundlich, intelligent und lernwillig, leicht zu führen und angenehm im Umgang. Ein wichtiges Zuchtziel ist diese gewisse Spritzigkeit unter dem Sattel und ein ausgeprägter Gehwille, „Brio“ genannt.

Diese drei Hauptmerkmale, Gang und Charakter und Brio, ermöglichen vielfältigen Einsatz und Gebrauch der Rasse. Der Paso Fino eignet sich zum bequemen Wanderreiten, zum sportlichen Distanzreiten, für Therapie, zum Wagenfahren, bedingt zum Westernreiten.

In ihren Herkunftsgebieten sind Paso Finos Teil der Folklore.

 

Herkunft: Vereinigte Staaten von Amerika (USA) auf der Basis verschiedener südamerikanischer Pasoschläge

 

Größe: Stuten ab 136 cm, Hengste ab 138 cm


Farben: alle Farben, auch Schecken

Gebäude:
Kopf-: trocken; gerades Nasenprofil; große, dunkle Augen; breite, flache Stirn; etwas nach innen gekrümmte, kleine Ohren; feinlippiges Maul
Hals:- genügend lang und hoch aufgesetzt; gewölbte Oberlinie; lange, dichte Mähne
Körper:- schräge Schulter und mäßig ausgeprägter Widerrist; mittelbreite und genügend tiefe Brust; viel Gurtentiefe; moderat langer kräftiger Rücken, geschlossene Lenden; starke, leicht abfallende Kruppe, typische Schweifhaltung bei tiefem Ansatz

Fundament: Korrekt gestellt; grazil; starke, klare Sehnen; alle bemuskelten Beinabschnitte gut ausgeformt; die unteren Beinabschnitte trocken, kurz und eher feingliedrig; Hufe klein, hart und gut geformt

Bewegungsablauf: alle Gangarten akzentuiert und energisch; Tölt in verschiedenen Varianten; rassetypisch ist die ausgeprägte Hankenaktion, wobei Vor- und Hinterhand bezüglich Hubhöhe und Raumgriff harmonieren sollen. Der Sprinter unter den Pasopferden. Der Tölt wird in die Geschwindigkeiten Classic Fino, Paso Corto und Paso Largo unterteilt wobei Geschwindigkeit und Raumgriff zunehmen.

Einsatzmöglichkeiten: Freizeitreiten, Gangpferdewettbewerbe, Westernreiten

Besondere Merkmale: freundliches Wesen; aufmerksame Reaktionsbereitschaft; „Brio"

In der Zuchtverbandsordnung der FN: ZVO B VII - § 708/1

Freude teilen -Freunde finden - Mitglied werden!

Beitrittsformular.pdf
PDF-Dokument [211.3 KB]
Druckversion Druckversion | Sitemap
© pasopferde Verband